FSJ-Erfahrungsbericht

Wir haben unser FSJ eine Woche vor Beginn des regu­lä­ren Schul­starts begon­nen. In die­ser Woche wur­den wir her­um­ge­führt und mach­ten uns mit der Schu­le und Umge­bung ver­traut.

Nach­dem wir die Sport­hal­le, das Arzt­zim­mer, den Mehr­zweck­raum, etc. aus­gie­big erkun­det haben, hal­fen wir dem Haus­meis­ter und stell­ten das Mobi­li­ar eini­ger Klas­sen­zim­mer um, da eini­ge Klas­sen in einen neu­en Raum zogen.

In den ers­ten Wochen hat­ten wir eini­ge Ver­wal­tungs­auf­ga­ben zu erle­di­gen, Lis­ten muss­ten erstellt wer­den, AGs umge­stellt, Eltern­brie­fe kopiert wer­den und so wei­ter. Mit jedem Tag gab es mehr Kon­takt zu den Kin­dern, da wir auch sehr bald einen fes­ten Stun­den­plan beka­men und mit in die Klas­sen gin­gen. Dort unter­stüt­zen wir die Leh­rer, för­der­ten Kin­der beim Lesen oder in Mathe oder sorg­ten ein­fach für Ruhe.

Auch Pau­sen­auf­sich­ten über­nah­men wir, was sich anfangs nach gro­ßer Ver­ant­wor­tung anfühl­te. Am Anfang emp­fan­den wir die Arbeit oft­mals schwie­rig und anstren­gend, doch schnell arbei­te­ten wir uns ein und nun gehen wir nur sehr schwe­ren Her­zens.

Der Umgang mit den Kin­dern war anfangs beson­ders irri­tie­rend. Die Kin­der tes­te­ten ihre Gren­zen aus und wir stan­den oft­mals vor der Fra­ge wie wir uns in wel­chen Situa­tio­nen ver­hal­ten sol­len.

Nach eini­ger Zeit und Gesprä­chen mit dem Men­tor und Leh­rern und natür­lich Übung gelang dies jedoch immer bes­ser und die Kin­der sind uns sehr ans Herz gewach­sen, wie auch wir ihnen ans Herz gewach­sen sind.

Nach­mit­tags hal­fen wir in der Men­sa beim Mit­tag­essen, in Lern­zei­ten oder wir führ­ten / unter­stüt­zen AGs. So gestal­te­te sich ein Rhyth­mus der wie folgt aus­sah: Mor­gens Ver­wal­tungs­ar­beit, dann Unter­richts­gän­ge gefolgt von unse­rer Mit­tags­pau­se.

Nach unse­rer Pau­se ging es in die Men­sa und von dort aus in Lern­zei­ten oder AGs. Beson­de­re High­lights waren zum Bei­spiel die Schwimm AG im Hau­se­ner Schwimm­bad oder die Klos­ter­gar­ten AG im Kräu­ter­gar­ten der Fran­zis­ka­ne­rin­nen.

Es war ein Jahr mit Höhen und Tie­fen, doch rück­bli­ckend müs­sen wir sagen, dass uns das frei­wil­li­ge sozia­le Jahr sehr viel gebracht hat. Es gab einen weit­läu­fi­gen Ein­blick in die sozia­le Arbeit mit Kin­dern und bestärk­te uns in dem Gefühl, in die­sem Bereich arbei­ten zu wol­len. Die Kin­der waren ein­fach wun­der­voll, tei­le­wei­se oft her­aus­for­dernd und das Kol­le­gi­um sowie die Ganz­tags­kräf­te waren sehr freund­lich und offen.

Jedem, der sei­nen beruf­li­chen Wer­de­gang noch nicht gefun­den hat, in den sozia­len Bereich hin­ein­schnup­pern will oder ein Jahr zu über­brü­cken hat, kön­nen wir ein sol­chen FSJ nur wärms­tens emp­feh­len. Man schnup­pert außer­dem schon mal in die Arbeits­welt her­ein, über­nimmt Ver­ant­wor­tung, lernt fle­xi­bel zu sein und mit Kin­dern umzu­ge­hen. So könn­te man sagen, dass auch die eige­ne Per­sön­lich­keit ein gan­zes Stück reift in die­sem Jahr!

Abschlie­ßend möch­ten wir noch etwas zu den Semi­na­ren sagen, die von unse­rem Arbeit­ge­ber, dem Kul­tur­bü­ro Rhein­land­pfalz aus­ge­rich­tet wer­den.

Dort trifft man sich 4-mal in dem FSJ mit den ande­ren FSJ­lern des Kul­tur­bü­ros an bestimm­ten Orten (bei uns Tra­ben -Tra­bach, Alten­kir­chen, Hübin­gen), wo wir viel Spaß hat­ten und vie­le lie­be Freun­de ken­nen­ge­lernt haben.

Des Wei­te­ren wird in unter­halt­sa­men Work­shops auf den Umgang mit den Kin­dern vor­be­rei­tet, man kann über Pro­ble­me spre­chen und ab und zu auch Spie­le spie­len.

Leon Scheff­ler & Jan­nis Misch­ler

 
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